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There is no there there, Urbanism in the Periphery

  • Year: 2012
  • Type: Diploma Booklet
  • Urbanität braucht Zentralitäten! Regensdorf ist ein urbanes Knotenfeld mit starkem Wachstumspotential im peripheren Raum der Metropolitanregion Zürichs.

    Eine neue Stadt im Bebauten

    Regensdorf ist kein Einzelfall. Vielmehr widerspiegelt es das kennzeichnende Bild der Agglomeration in Folge der Suburbanisierung und der daraus entstandenen Mischung aus Stadt und Landschaft. Mit der zunehmenden demografischen und wirtschaftlichen Dominanz der Stadt Zürich wurde auch die Kulturlandschaft, in diesem Falle das Furttal, nach und nach zum Produkt städtischer Bedingungen. Ein zunehmender Wachstums- respektive Siedlungsdruck, einhergehend mit einer fortschreitenden Regionalisierung und Vernetzung der Gesellschaft und Wirtschaft hat zu einer räumlichen Ausdehnung der Besiedlung der Gemeinde Regensdorf beigetragen. Dabei spielte die Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten eine Schlüsselrolle. Einerseits wurde die Erschliessung vormals abgelegener Gebiete stark verbessert, andererseits haben sich durch eine fortschreitende regionale und globale Vernetzung, als auch durch den Strukturwandel, die Möglichkeiten sowie Bedürfnisse der Akteure verändert. Die Frage nach Urbanität in der Agglomeration und deren Qualitäten, die aus urbanen Transformationsprozessen entstehen, ist eine zentrale Herausforderung aktueller Städteplanung. Charakteristische Krankheiten des andauernden Suburbanisierungsprozesses sind ein Mangel an Identität und Orientierung, an historischer Tiefe, an Dichte und Massstäblichkeit. In der Folge ist die Ressourceneffizienz tief, der Boden unternutzt, die ästhetische Qualität zweifelhaft und die soziale und räumliche Entmischung prekär. Eine fehlende städtebauliche Absicht mit Weitblick und richtungsweisenden Lösungen, als auch eine nachlässige Planung, sind ausschlaggebend für die vorgefundene ungenügende urbane Qualität.